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„Weisses Tantra Yoga ist letztlich
die Wissenschaft vom Bewusstsein. Sie befasst sich mit der
Einheit der Gegensätze. Yoga bedeutet Einheit, und Tantra
ist in besonderer Weise die Einheit von Gegensätzen, von Polaritäten.
Im ganzen Universum können wir zwei grundsätzliche Prinzipien
erkennen: Mann und Frau, Licht und Dunkelheit, negativ und
positiv, Ausdehnung und Verdichtung, das Gebende und das Empfangende.“
(Yogi Bhajan)
Wörtlich übersetzt bedeutet Tantra Gewebe, das Gewebe der
Energien, aus dem die Welt zusammengesetzt ist. Alles, was
wir erleben, wird im Unterbewussten festgehalten. Alte Gedankenmuster
und Gefühle können dort unverarbeitet festsitzen und klares
Denken verhindern. Sie blockieren die Lebensenergie.
Weißes Tantra Yoga wirkt darauf hin, den Ballast zu verringern,
den wir in uns herumtragen. Es wird in langen Reihen ausgeführt,
in denen Männer und Frauen sich in weißer Kleidung gegenübersitzen
und die Übungen synchron durchführen, meist eine Kombination
aus Arm- und Handhaltungen mit Atemführung und Mantras (Meditationsworte),
oft mit Augenkontakt.
Es bewirkt eine sehr effektive innere Reinigung und birgt
die Chance, ein klares Selbstverständnis zu entwickeln. Tief
liegende innere Blockaden können sich lösen. Im Gegensatz
zum Roten und zum Schwarzen Tantra befasst das Weiße Tantra
sich weder mit Sexualität noch mit Magie. Um die Lehre rein
zu erhalten, wurde Weisses Tantra Yoga, wie fast alle Teile
des Kundalini Yoga, früher unter strengster Geheimhaltung
von einem Meister an einige auserwählte Schüler weitergegeben.
Als Yogi Bhajan 1968 nach Amerika kam, fand er dort eine
Generation junger Menschen vor, die sich nach der Reinheit
und Einfachheit eines auf Spiritualität basierenden Lebens
sehnten. So entschloss er sich, Kundalini Yoga und Weißes
Tantra Yoga jedem Interessierten zugänglich zu machen. In
Hamburg findet jedes Jahr im Januar ein eintägiger Weißes
Tantra Yoga Kurs statt, weltweit sind es jährlich etwa 30
Kurse, an denen jeweils hunderte von Menschen teilnehmen.
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