|
Religion und Kundalini Yoga
„Dharma ist der Weg, der uns
über die Trennung verschiedener Kulturen und Sprachen hinweg
zu einer spirituellen Nation führt.“
(Yogi Bhajan)
Da Yogi Bhajan von Hause aus Sikh war, flossen Elemente des
Sikh Dharma in seine Lehren ein. Dieses Dharma oder Lebensweg
hat seinerseits viele yogische Wurzeln. Es ist nicht erforderlich,
sich mit diesem Teil des Systems zu beschäftigen, wenn man
Kundalini Yoga praktiziert. Man kann das Yoga gut mit einem
anders ausgerichteten Lebensweg kombinieren.
Sikh Dharma gehört zu den acht größten Weltreligionen und
hat eine bewegte, tief im Glauben an die Einheit von Schöpfung
und Schöpfer verwurzelte Tradition. Der yogische Standpunkt
versteht das Sikh Dharma nicht eigentlich als eine Religion,
sondern als einen an der optimalen Entfaltung des Menschen
hin zu seinem höchsten Potential orientierten Lebensstil.
Der Begründer, Guru Nanak, lebte im 16. Jahrhundert in Nordindien
und lehrte die Gleichheit aller Menschen vor Gott. Besonders
wichtig war ihm die Freiheit jedes Menschen, selbst zu bestimmen,
wie er seine Beziehung zu Gott gestalten will.
Die Lebensführungsregeln des Sikh Dharma lassen sich auf
yogische Einsichten zurückführen. Die Ausübung des Kundalini
Yoga mit dem Sikh Dharma zu verbinden, ist gut geeignet, die
Sehnsucht nach einem spirituellen Zuhause zu befriedigen.
Die westlichen Sikhs kleiden sich weiß und tragen einen Turban
über ihrem ungeschnittenen Haar. Der Anteil der Menschen,
die sich als Sikhs verstehen und dies auch durch ihr äußeres
Erscheinungsbild zeigen, beträgt unter den Kundalini Yoga-Praktizierenden
in Deutschland etwa drei Prozent.
Weitere Informationen bei der Arbeitsgruppe Sikh Dharma,
Nirmal K. Khalsa-Gill, Tel. 06033/ 749083 oder www.sikhnet.com.
|